Alessandra Keller als Botschafterin

VonDario Küffer 28. Mai 2019

Spätestens seit ihrem Weltmeistertitel U23 an der Heim WM von letzter Saison wird der Name Alessandra Keller allen ein Begriff sein. Und wer sich etwas mit dem Mountainbike Sport beschäftigt, kennt sie natürlich schon länger. Denn Erfolge gab es in der Karriere von Alessandra schon einige. Da wären zum Beispiel folgende Titel: Juniorinnen Welt-, Europa- und Schweizermeisterin. Seit 2016 fährt sie regelmässig Top-10 Platzierungen im Weltcup in der Kategorie Elite – das obwohl sie noch in der U23 hätte starten können, gewinnt einen Eliteweltcup und wird Vierte in der Weltcupgesamtwertung.  Und eben der grosse Erfolg der letzten Saison, Weltmeisterin U23 an der Heim WM auf der Lenzerheide. Alessandra hat definitiv schon einiges erreicht und wir werden bestimmt auch in Zukunft noch einiges von ihr hören.

Quasi als Ausgleich zum Sport oder als zweites Standbein neben dem Sport studiert sie Pharmazeutische Wissenschaften an der ETH in Zürich. Und als wäre das nicht bereits mehr als genug, überzeugt sie auch noch mit ihrer offenen und sympathischen Art. Also auch menschlich absolut top. Das sind mehr als genügend Gründe, wieso sich Alessandra bestens als Botschafterin für Pumptrack Nidwalden eignet. Ein Vorbild in allen Bereichen. Wir sind stolz und freuen uns, Alessandra im Team dabei zu haben.

Wenn ihr Alessandra persönlich treffen möchtet, dann kommt diesen Donnerstag an der Iheimisch beim Pumptrack (Aussenplatz A6.05 am Stand von Sport Nidwalden) vorbei. Und um 15:00 Uhr erzählt sie dann in Halle 6 im Sporttalk mit Chrigu Graf spannende Hintergründe aus ihrem Leben als Spitzensportlerin.

Fährst du auch manchmal auf Pumptracks? Ist es sogar Teil von deinem Training?
Ja klar! Ich fahre gerne auf Pumptracks.

Was geniesst du am meisten am Mountainbiken?
Am meisten geniesse ich die Einsamkeit in der Natur, den Spass auf coolen Trails oder das Rennen fahren ;-).

Du hast am Proffix Rennen an den Bikedays in Solothurn deine beiden Handgelänke gebrochen und kannst jetzt für einige Wochen keine Rennen fahren. Wie gehst du mit dieser Verletzung um?
Klar ist der Zeitpunkt denkbar ungünstig. Ich weiss jedoch, dass ich alles dafür tun werde, um möglichst schnell und gut an der Startlinie zu stehen. Und wie es so schön heisst: Was einem nicht umbringt, macht einem nur noch stärker.

Du verbringst so viel Zeit auf dem Mountainbike, wird da das Velo einfach zu einem Arbeitsgerät? Oder in welcher Beziehung stehst du zum Velo?
Das Fahrradfahren ist quasi mein Beruf und somit mein Arbeitswerkzeug. Anderseits ist Fahrradfahren meine grösste Leidenschaft und wer seinen Beruf mit Passion macht, pflegt auch sein Arbeitsgerät gut. Wir sind also quasi eine Einheit ;-).

Was verbindet dich mit Nidwalden? Gibt es etwas, dass du an der Region besonders schätzt?
Nidwalden ist meine Heimat, wo man als Spitzensportler immer sehr gerne zurückkehrt. Wir sind viel unterwegs und reisen um die ganze Welt, aber zuhause zu sein ist immer speziell. Die Region bringt Fahrradfahrern wie mir alles mit, was man braucht.

Welche Rolle spielt die Sportförderung des Kanton Nidwalden in deiner Karriere?
Der Kanton Nidwalden fördert Athleten und Athletinnen bereits in jungen Jahren und ermöglicht es ihnen so, sich noch vermehrter auf den Sport konzentrieren zu können. Genau so war es bei mir. Sie unterstützen einem finanziell auf dem Weg an die Spitze und sind im Gesamtkonzept eines Sportlers ein wichtiger Mosaikstein.

Wie bringst du dein Studium mit dem Sport unter einen Hut? Ist das das nicht eine enorme Belastung?
Die Kombination braucht viel Disziplin, Durchhaltewillen und Motivation. Es ist sicherlich eine Herausforderung und Belastung, aber mit viel Planung möglich.

Möchtest du sonst noch etwas sagen?
Ich danke für Ihr Interesse am Sport, dem Kanton Nidwalden für die Unterstützung und freue mich auf viele Pumptracks im Kanton! Ride on!